Beschreibung bei Ritter (Seite
59 und 60)
Da liegt die kleine Insel Corspynthen im Fjord, die nur zeitweise
durch einen schmalen Sandstreifen mit dem Festland verbunden ist. Die
zierlichen auf der Insel nistenden Seeschwalben umfliegen kreischend
unser Boot. Am Eingang einer großen, rotsandigen Lagune, in deren
Sommerwasser sich unzählige weiße und schwarze Seevögel
tummeln, gehen wir in einer idyllischen Bucht an Land....
Wir bleiben einige Tage auf der kleinen romantischen Insel mit der
herrlichen Sicht. Auf dem roten Wüstensand wachsen kleine grellgelbe
und grellila Blümchen, dazwischen liegen vermooste Renntiergeweihe
und riesige Walwirbel, die im Laufe der Jahrhunderte porös und
weiß geworden sind. Ein Grab liegt auf der Anhöhe der Insel
und unter dem kleinen Holzkreuz ein verlassenes Eiderentennest.
Einer der verwegensten Jäger, dessen Taten fast schon mythisch
unter den Heutigen weiterleben, liegt hier begraben. Er ist einmal von
Kong-Karl-Land quer über das Meereis der Olgastraße allein
gegangen bis hinüber nach Spitzbergen. Lange Zeit später starb
er auf der kleinen Fjordinsel, wie man sich erzählt, mit einem
Fluch auf den Lippen.
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Beschreibung bei van der Laan (Seite 39 und
40)
An der Westseite der kleinen Insel <hier: Krosspynten>, direkt
vor der Küste , liegen unzählige dieser sehr dicken Baumstämme.
Wir suchen möglichst trocken Stämme aus, N sägt sie
in transportable Stücke und ich schleppe sie zum Boot. Ein wenig
von uns entfernt ragen die Spanten von etwas, das einmal ein Schiff
gewesen sein muß, aus dem Sand. Wieder ein Stückchen weiter
liegen die Reste einer Kajüte und kleine Fässer. Mehr ist
nicht zusehen, aber das ganze übt eine magische Anziehungskraft
aus. Was ist hier geschehen?
Nahe der felsigen Nordspitze der Insel liegt ein riesiger Walfischschädel
am Strand, er reicht mir fast bis zur Schulter. Deutlich ist das Nasenbein
zu sehen und die Höhle, in der der meterlange Knorpel saß.Die
Knochen sind von der Sonne weiß gebleicht; sie fühlen sich
rauh an. Aus der Nähe sehen die Knochen porös aus, mit zahllosen
winzigen Löchlein, aber sie sind denoch steinhart. Wann hat dieser
Walfisch hier gelebt? Vielleicht um 1596,als William Barents in seinem
Versuch, einen nördlichen Seeweg nach Indien zu finden, als erster
die spitzen Berggipfel im Westen sah?
Oder gehörte er zu denjenigen, die die Raubzüge überlebten?
wer könnte das jetzt noch beantworten? Erfürchtig verabschiede
ich mich von seinen Resten und widme mich wieder den Baumstämmen.
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